Freitag, 7. August 2015

Hirse mit Weißkraut und Tofu - Plus: Gomasio selbstgemacht


Obwohl ich Hirse praktisch ständig esse, habe ich noch relativ wenige Rezept mit meinem Lieblingsgetreide mit euch geteilt. Was vor allem daran liegt, dass ich die Hirse meist einfach mit dem mische, was gerade da ist und somit selten wirklich einem Rezept folge. 

Ich liebe Hirse, egal ob süß oder würzig. Nicht nur weil diese kleinen glutenfreie Wunderkörner mich durch meine Schwangerschaft gebracht haben. Besonders in den ersten 18 Wochen, als mir praktisch dauerschlecht war, war das Einzige, das ich überhaupt essen konnte ohne mich danach wieder hundeelend zu fühlen Hirse und Süßreis. Danach ging es mir immer viel besser. Nur Yoga hatte einen ähnlichen positiven Effekt.


In der 5-Elemente Ernährung (Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin) wird Hirse gerade Schwangeren, aber auch Kindern zur Stärkung der Mitte empfohlen. 
In Hirse stecken allerdings so viele Mineralstoffe und Spurenelemente die insbesondere gut für Knochen, Gelenke, Haut, Haare, Nägel und Blut sind, dass sie sicher auch allen anderen wohl bekommt.

Ein Rezept, das ich schon seit vielen, vielen Jahren immer wieder koche, möchte ich heute mit euch teilen. Es gehört zu meinen absoluten Lieblingsmittagessen. 
Wenn ihr auf die Rezeptliste schaut, werdet ihr möglicherweise verdutzt fragen, was Gomasio sein soll.
Gomasio ist nichts anderes als "Sesamsalz". Ihr bekommt es entweder im Bioladen (Vorschläge für Bezugsquellen findet ihr HIER), oder ihr macht euch euer Eigenes:
2 El Sesamsamen in der trockenen Pfanne unter regelmäßigem Schwenken solange anrösten, bis die Körner zu duften beginnen. Diese im Mörser mit 2 El Meer- oder Himalayasalz fein zerstoßen. In einem gutschließenden Glas hält das Gomasio gut ein Jahr.

Aber kein Stress wenn ihr kein Gomasio zur Verfügung habt. Das Gericht schmeckt auch mit normalem Salz abgeschmeckt wunderbar.


REZEPT
pro Portion

Zutaten
1/2 Häfer (Tasse) Hirse
1 1/2 Häferl Wasser
200g Tofu
1 Frühlingszwiebel
1/4 Kopf Weißkraut (Weißkohl)
1/2 Tl Gomasio
2 El frischer Oregano
2 El Öl (Oliven- oder Sonnenblumenöl)
1 El Sojasauce
Salz
Pfeffer

Zubereitung
1. Hirse in einem feinen Sieb unter fließendem, heißen Wasser abspülen.

2. Mit 1 1/2 Häferl Wasser zum kochen bringen, auf kleiner Flamme mit halboffenem Deckel köcheln lassen. Sobald keine Flüssigkeit mehr sichtbar ist von der heißen Herdplatte nehmen, Deckel vollständig drauflegen und 10min ausquellen lassen.

3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Tofu in 1,5 cm große Würfel schneiden und in der Pfanne mit 1 El Öl unter gelegentlichem Wenden von allen Seiten anbräunen.

5. Sojasauce über den Tofu träufeln und weitere 30 Sekunden braten. Dabei immer wieder die Pfanne schütteln um die Tofuwürfel zu wenden.

6. Den Tofu auf einen Teller legen und zur Seite stellen.

7. Den weißen Teil des Frühlingszwiebels in feine Ringe schneiden. Diese in der selben Pfanne mit 1 El Öl glasig anschwitzen.

8. Weißkraut in 2cm große Würfel schneiden und gemeinsam mit dem Frühlingszwiebel solange braten, bis es Farbe annimmt aber noch bißfest ist.

9. Wenn genug Platz in der Pfanne ist, dann alles darin mischen, ansonsten in einer großen Schüssel Hirse mit der Zwiebel-Krautmischung verrühren, mit Gomasio (oder Salz) und Pfeffer würzen.

10. Tofuwürfel vorsichtig unterheben.

11. Das Grün vom Frühlingszwiebel in 5mm breite Ringe schneiden und gemeinsam mit den abgezupften Oreganoblättern über das Hirsegericht streuen.

Schmeckt warm und kalt und eignet sich auch hervorragend für das Mittagessen im Büro oder zum Picknick.




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